Der Ausflug des Heimatkreises zur Ausstellung Eiszeit begann mit einem alles andere als eisigen Empfang bei Ursula Sattler. Die Fridingerin, die seit langem als Archäologin und Restauratorin im Schaffhauser Museum arbeitet und auch maßgeblich an der Ausstellung beteiligt war, empfing uns herzlich mit Kaffee und Kipferl und freute sich ihrerseits über die mitgebrachten Brezeln. Im Museum Allerheiligen erhielten wir eine kompetente Führung von Florian Ter-Nedden, dem Kurator der Ausstellung Eiszeit. Nicht nur eine Eiszeit, sondern viele verschiedene haben die Region geprägt und die Menschen schon vor 17000 Jahren zu Erfindergeist und Zusammenarbeit geführt. Das berühmteste Ausstellungsstück, ein Lochstab benannt nach seiner Gravur „Weidendes Rentier“, behält allerdings seinen genauen Verwendungszweck für sich. Gefunden wurde es im bekannten Kesslerloch bei Thayngen das seinen Namen im 19. Jahrhundert erhielt und im Museum beeindruckend nachgebaut ist. Ein weiteres Highlight waren Knochenfunde des ältesten europäischen Hundes. Ebenfalls interessant war der Einblick in die Arbeit der Archäologen, die ihre Hypothesen authentisch überprüfen. Nach einem interkulturellen Mittagessen gab es noch einen Nachtisch in der inklusiven Traditionsweinstube Tanne.

Ein Verdauungsspaziergang führte uns auf den Munot zur Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Die Festung ursprünglich „ohne Not“ benannt, wurde zum Treffpunkt für die Bevölkerung und ist es bis heute. Daher die Namensänderung: Wo trifft man sich? Uff „m unot“. Unser Guide Raffi führte uns ins Untergeschoss, in die Waffenkammer, zum Aussichtspunkt und entlang des Wehrgangs und hatte viele Geschichten zu erzählen und zeigte uns auch Gänge und Räume, die bei Standardführungen verschlossen bleiben.

Zum Abschluss wurden wir noch einmal eingeladen zu einem leckeren und üppigen Apero bei Ursula, deren Heimatverbundenheit in ihren vier Wänden atmet. Ihr ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch.